Peter Ries

 

Betreuungsgeld: Sozialpolitische Fehlentscheidung

 

 

Eltern von nahezu einer halben Million Kinder erhalten inzwischen das Betreuungsgeld. Sie bekommen 150 Euro im Monat, wenn sie ihre Kleinen zwischen dem 15. und 36. Lebensmonat zu Hause betreuen, statt sie in eine Kita zu geben. Doch der umstrittene Zuschuss ist nicht rechtmäßig. Das urteilte der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts.(spiegel.de).

 

 

 

 

Zusätzliches Betreuungspersonal und -plätze

 

Statt des Betreuungsgeldes forderten wir stets sinnvolle familienpolitische Maßnahmen, die der Familie und vor allem Frauen nützen, die sich bewusst für Familie und Kinder entscheiden haben. Dazu ist es nötig, Fachkräfte zu rekrutieren und finanzielle Anreize für die Tätigkeit in Tageseinrichtungen zu schaffen, um die weiter steigende Nachfrage nach Betreuungsplätzen befriedigen zu können. Die damals veranschlagten Mehrausgaben von rund 1,2 Milliarden Euro jährlich wären dafür sehr gut geeignet. Darüber hinaus kann man nicht ausschließen, dass das Betreuungsgeld viele Eltern ermutigt, ihre Kinder von vorschulischen Bildungseinrichtungen fernzuhalten, um von den zusätzlichen Einnahmen profitieren zu können.